Trink dich fit!

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Regensburg (obx-medizindirekt) – Wasser ist im Körper Lösungsmittel, Transportmittel und elektrolytische Lösung. Wasser ist unentbehrlich für alle bioelektrischen Vorgänge im Körper. Aber obwohl das so ist, leiden viele Menschen an permanentem Wassermangel. Nach einer aktuellen Untersuchung sind die Deutschen Tag für Tag mit rund 20 Prozent der gesundheitlich nötigen Trinkmenge im Defizit. Dabei bedeutet Wassermangel nicht nur ein erhebliches Nachlassen der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit: Wer zu wenig trinkt, muss auch mit Beschwerden rechnen, die von trockener Haut über niedrigen Blutdruck und Schwindel bis hin zu Kopfschmerzen, Verwirrungszuständen und Ohnmacht reichen können.

Wasser ist unser „Treibstoff“ Wie wichtig eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für den Organismus ist, lässt sich mit einigen Zahlen eindrucksvoll belegen: Im Laufe von 24 Stunden durchfließen insgesamt 1400 Liter Wasser das menschliche Gehirn, um es zu versorgen und leistungsfähig zu halten! Im gleichen Zeitraum passieren sogar 2000 Liter Flüssigkeit  die Nieren, damit schädliche Stoffe ausgefiltert und ausgeschieden werden können. Kein Wunder, dass der Organismus, der zu zwei Dritteln aus Wasser besteht, auf Flüssigkeitsmangel sehr empfindlich reagiert. Wenn nur zwei Prozent der normalen Wassermenge fehlen, lässt die Leistungsfähigkeit des Menschen deutlich nach, denn mangels Masse ist der Sauerstofftransport in Gehirn und Muskelzellen vermindert. Nicht von ungefähr achten deshalb gerade Sportler darauf, immer genügend zu trinken. Bei Flüssigkeitsdefizit dickt das Blut ein und wird zähflüssiger; es neigt stärker dazu, Blutgerinnsel zu bilden. Außerdem werden die feinen Blutgefäße unter der Haut nicht mehr richtig durchblutet, über die der Körper sonst überschüssige Wärme an die Umgebung abgibt. Fehlen 15 Prozent Wasser oder mehr, ist der Mensch schon nicht mehr lebensfähig. Der Organismus verliert jeden Tag zwei bis drei Liter Die Flüssigkeit ist im Körper nicht gleichmäßig verteilt wie etwa in einer Qualle: Rund zwei Drittel des gesamten Körperwassers befinden sich innerhalb der Zellen des Körpers, das restliche Drittel verteilt sich auf das Gefäßsystem, die Lymphe sowie auf den Umgebungsraum, der Zellen, das so genannte Zwischen- oder Bindegewebe. Auch die Zusammensetzung dieser Flüssigkeiten ist wegen der verschiedenartigen Funktionen unterschiedlich. Der Körper versucht, Verteilung und Zusammensetzung stets aufrecht zu erhalten. Über Ausscheidungen, Haut und Lunge verliert der Organismus täglich zwei bis drei Liter Wasser, die ersetzt werden müssen. Bei großer Hitze und hoher körperlicher Aktivität kann der Flüssigkeitsverlust sogar mehr als zehn Liter betragen. Gesunde Durstlöscher Trink- und Mineralwässer, ungezuckerte Früchte- und Kräutertees, Fruchtsaftschorlen und Gemüsesäfte sind optimal, um den Durst zu löschen. Kaffee, schwarzer Tee und Cola sind hingegen keine Getränke im klassischen Sinne – sondern Genussmittel. Durch den Koffeingehalt steigt die Pulsfrequenz. Das Koffein in Kaffee und im schwarzen Tee täuscht dem Gehirn ein Überangebot von Flüssigkeit im Körper vor – und verstärkt die Wasserausscheidung. Wer trotzdem auf seinen Kaffee nicht verzichten möchte, sollte es den Italienern abschauen: zu jeder Tasse Kaffee ein Glas Mineralwasser trinken. Mit Wasser oder Mineralwasser versetzte Obst- oder Gemüsesäfte und Früchtetees im Verhältnis 1:3 werden von Ernährungsmedizinern als Getränk der Wahl empfohlen. Denn sie führen dem Körper neben Vitaminen auch wichtige Mineralstoffe zu, die unerlässlich sind für die Entgiftung des Körpers und für ein schlagkräftiges Immunsystem. Fruchtsäfte sind wie Gemüsesäfte reich an wichtigen Vitaminen, sollten aber wegen ihres hohen Zuckergehalts nicht pur getrunken werden. Mineral- und Leitungswässer sollten nicht zu kalt getrunken werden. Denn etwas wärmere Getränke regen die Schweißproduktion – also einen weiteren Flüssigkeitsverlust – deutlich weniger an als kalte. Trinkwasser enthält meist weniger Mineralstoffe, als Mineralwasser. Es gibt calcium- und magnesiumreiche Mineralwässer, die helfen, die Mineralstoffversorgung zu verbessern und den schweißbedingten Salzverlust auszugleichen. Auf dem Etikett sind diese Mineralwässer gekennzeichnet. Ab 50 Milligramm Magnesium und 350 Milligramm Calcium ist ein Mineralwasser mineralstoffreich. Alkoholische Getränke belasten Kreislauf und Stoffwechsel. Alkohol regt die Nierentätigkeit an, weitet die Gefäße und belastet somit das Herz. Zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder unverdünnte Säfte zeichnen sich durch ihren hohen Kaloriengehalt aus und löschen durch den hohen Zuckergehalt den Durst nicht wirklich.

(Quelle: obx-medizindirekt)

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Die Hausapotheke: der falsche Ort für Arzneimittel-Müll

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80 Prozent aller Haushalte besitzen eine Hausapotheke. Statt wichtiger Hilfsmittel für den Notfall sind viele Arzneimittelschränke aber Endlager für abgelaufene, vergessene und manchmal hoch gefährliche Alt-Arzneien.

Kunterbuntes Tabletten-Allerlei: Statt wichtiger Utensilien für den Notfall enthalten viele Hausapotheken nur Arzneimittelmüll. obx-medizindirekt gibt Tipps, wie man seine Hausapotheke optimal bestücken sollte. Bei „Erster Hilfe“ ist eine gut geführte Hausapotheke unverzichtbar. Ihr Sinn und Nutzen liegt auf der Hand, schließlich ereignen sich mehr Unfälle im Haushalt, im Garten, auf Treppen, Leitern, Gerüsten und Geländern als im Straßenverkehr. 100 Millionen Mal pro Jahr, so die Schätzungen, verletzen sich Bundesbürger im Haushalt. Ohne Pflaster, Desinfektionsmittel und Mullbinden wäre die „Erste Hilfe“ ein Problem. Viele Hausapotheken gleichen aber oft eher einer Sondermülldeponie für Alt-Arzneien als einer Erste-Hilfe-Station. Da finden sich angebrochene Packungen von Mitteln gegen Bluthochdruck oder Gicht, noch halb volle Tuben von Rheumasalben und nicht aufgebrauchte Antibiotika oder Pilzmittel. Ein solches Durcheinander kann auch ganz schön gefährlich sein: Viele Mittel werden zu lange gelagert, das Haltbarkeitsdatum ist abgelaufen. Wurden bei Erkrankung eines Familienmitglieds etwa ganz bestimmte Arzneien verordnet, dürfen diese nicht einfach von jemandem anderen genommen werden. Nebenwirkungen sind da nicht auszuschließen. Was die Hausapotheke sein sollte: Ein „Rettungsanker“ für die „Erste Hilfe“ bei kleineren Verletzungen oder bei körperlichen Missbefindlichkeiten und Unwohlsein. Die Hausapotheke sollte neben den unten zusammengestellten Bestandteilen auch alle wichtigen Adressen und Telefonnummern enthalten (Ärzte, Notdienste, Vergiftungszentrale, Notruf), die im Ernstfall lebensrettend sein können. Und schließlich: Platzieren Sie die Hausapotheke an einem trockenen und kühlen Ort, z.B. im Schlafzimmer. Wenn Kinder im Haus sind, sollten Sie den Erste-Hilfe-Schrank abschließen, damit Kinder nicht Medikamente mit Smarties verwechseln und sich in Gefahr bringen. Lassen Sie sich bei der Auswahl von Verbandsstoffen, Krankenpflegeartikeln oder Arzneimitteln von Ihrer Apotheke um die Ecke oder von Ihrer Versandapotheke beraten. Auch Preis- und Qualitätsvergleiche lohnen sich. Bei der Versandapotheke erhalten Sie viele der Hilfsmittel und Arzneien besonders günstig.

Was sollte die Hausapotheke enthalten?

1. Verbandmittel: 100 g Verbandwatte, 250 g Verbandzellstoff, 1 m Verbandmull, zickzack-lagig, jeweils 3 Mullbinden á 6, 8 und 10 cm Breite, jeweils 1 elastische Binde à 6 und 8 cm Breite, Verbandpäckchen in unterschiedlicher Größe, 2 Brandbinden, Wundschnellverbände (Pflaster mit Mullauflage) 4, 6 oder 8 cm breit, 1 m lang (unter Umständen elastisch), 1 Päckchen geschnittenes, wasserfestes Pflaster, 3 m Heftpflaster 1,25 oder 2,5 cm breit (unter Umständen wasserfest), 2 Dreiecktücher und evtl. 1 Armtragetuch, 4 Verbandklammern, 10 Sicherheitsnadeln

2. Krankenpflegemittel: 1 Fieberthermometer (möglichst digital oder quecksilberfrei) in fester Hülle, 1 Gummiwärmflasche, 1 Eisbeutel, einige Fingerlinge aus Leder, Einmalhandschuhe, 1 Augenklappe, einige hölzerne Mundspatel, Wattestäbchen, 1 gerade Verbandsschere, 1 Hautschere, 1 Splitterpinzette (spitz zulaufend), 1 Verbandspinzette (flach zulaufend), evtl. ein Gummiunterlegetuch

3. Arzneimittel: Schmerzmittel mit dem Inhaltsstoff Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol, unter Umständen als Brausetabletten, auch zur Behandlung bei banalen grippalen Infekten. Wenn Kinder zum Haushalt gehören: Fieberzäpfchen und Einreibungen (Inhalationen) mit ätherischen Ölen, aber ohne Kampfer und Menthol. Essigsaure Tonerde – flüssig oder als Gel – für Umschläge oder zum Einreiben bei Schwellungen, hier hilft auch Arnika-Tinktur oder -salbe, Kampferspiritus zum Einreiben bei geschlossenen „blauen Flecken“ oder bei Gliederschmerzen, Gel zum Auftragen auf Wunden oder Verbrennungen (nach dem Reinigen unter fließendem kalten Wasser), Ichthyolhaltige Salben („Zugsalbe“) bei Furunkeln bzw. eitrigen großen Pickeln, evtl. ein Gurgelmittel gegen Kratzen im Hals oder Schluckbeschwerden, Wund-Desinfektionsmittel

4. Wenn noch Platz ist: Verschiedene Tees in gut schließbaren Behältnissen (zum Beispiel Blechdosen) wie Kamillentee, Pfefferminztee, Salbeitee und Magen- sowie Hustentee.

Text: oxb-medizindirekt

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Nächster gemeinsamer Dienstabend der SEG Mitte am kommenden Dienstag:

In Neuthard steht das Thema „Reanimationstraining und Larynx-Tubus“ auf dem Programm

Unser nächster gemeinsamer Dienstabend der SEG steht am kommenden Dienstag, 21. März 2017, um 19.30 Uhr in Neuthard auf dem Programm. Thema des Abends: „Reanimationstraining und Umgang mit dem Larynx-Tubus“.

Da es sich hier um eine Pflichtveranstaltung handelt, sollten alle ihre Teilnahme möglich machen.

Treffpunkt: 19.00 Uhr Haus im Hirtengarten

Die Bereitschaftsleitung

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