Zusammen 152,5 Liter Blut gespendet

Dem wichtigen Anlass entsprechend begrüßte Bürgermeister Bernd Killinger am 14. März 2019 sieben Blutspender im Rathaus Forst ganz herzlich und dankte ihnen für ihr besonderes bürgerschaftlich wertvolles Engagement. „Eine Blutspende ist das ein-fachste und doch wertvollste Geschenk das man machen kann“, sagte Bürgermeister Killinger und spannte in diesem Zusammenhang den Bogen zum (Blut-)Kreislauf der sich mit einer Spende schließt. Das DRK organisiert Spendenaktionen, die Einsatzkräfte des DRK fungieren als Ersthelfer und schließlich kann das Blut bei einer notwendigen Transfusion im Krankenhaus lebensrettend sein. Bürgermeister Killinger war es auch ein Anliegen, auf die ebenso wichtige Bereitschaft zur Organspende hinzuweisen. Bei alljährlich vier Spendenterminen, die der DRK-Ortsverein Forst im Alex Huber Forum organisiert, waren 2018 durchschnittlich 147 Spender bereit ihren Lebenssaft für andere Menschen zu spenden. Mit dieser Art von Spendenaktionen müssen alleine in Baden-Württemberg 330 Krankenhäuser versorgt werden. Täglich werden in Deutschland 15.000 Blutspenden für die Versorgung von Kranken und Verletzten benötigt, dem gegenüber sind nur 3,8 Prozent der Bevölkerung zur Blutspende bereit. Um auf Dauer genügend Spenderblut zu haben, müssten deutlich mehr, vor allem jüngere Erwachsene ab 18 Jahren, Blut spenden, da mit Erreichen der Altersgrenze ab dem 73. Lebensjahr eine Spende nicht mehr möglich ist. Bürgermeister Killinger ehrte für 10-maliges Blutspenden Mandy Martin, Marcus Becker und Heiko Anielack mit der Ehrennadel in Gold, für 25-maliges Spenden Ilona Hall und Michael Meyn mit der Ehrennadel in Gold und goldenem Lorbeerkranz und der Spendenzahl 25 sowie für 50-maliges Spenden Ingrid Hoffmann, Helga Wölbling und Volker Buchholz mit der Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und der Spendenzahl 50. Ganz besonders geehrt wurde Felix Debatin mit der Ehrennadel in Gold mit goldenem Eichenkranz und der Spendenzahl 75 für 75 Blutspenden. Insgesamt haben die Geehrten 152,5 Liter Blut gespendet. Auch der Vorsitzende des DRK Ortsvereins Forst, Michael Veith, bedankte sich bei den Spendern und wies auf die nächsten Termin am 28. März, 13. Juni, 10. Oktober und am 12. Dezember 2019 im Alex Huber Forum in Forst hin. Er bedankte sich stellvertretend für alle Helferinnen und Helfern besonders bei Rita Lampert, die seit vielen Jahren für eine hervorragende Bewirtung der Spendenden sorgt und damit die Blutspendetermine in Forst zu einem bürgerschaftlichen Zusammensein gestaltet.

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Gemeinsame SEG-Ausbildung

Traumatraining in Neuthard
Bereits in der letzten Woche haben wir darüber berichtet, dass wir uns gemeinsam mit anderen DRK-Bereitschaften zu einer Schnelleinsatzgruppe (SEG) zusammen geschlossen haben, um bei größeren Gefahrenslagen und Großschadensereignissen das erforderliche Personal und Equipment stellen zu können. Außerdem stehen hierbei auch gemeinsame Ausbildungsveranstaltungen auf dem Programm, um in Notfallsituationen auch richtig handeln zu können. Eine solche Ganztagesveranstaltung stand am vergangenen Samstag auf dem Programm:
Schmerz, Angst, Verzweiflung- egal ob Verkehrsunfall oder Sturz aus großer Höhe, verunfallte Personen wissen genau, wie es sich anfühlt, sich in solch einer Ausnahmesituation zu befinden.
Doch genau für solche Fälle gibt es Menschen, die dann helfen. Dazu zählt in erster Linie der Rettungsdienst. Aber was ist, wenn dieser einmal im Stau steht oder einen längeren Anfahrtsweg hat? Muss die verunfallte Person dann auf Hilfe warten?
In vielen Gemeinden gibt es ein oder mehrere Notfallhilfefahrzeuge. Diese ermöglichen es vor dem Rettungsdienst am Notfallort anzukommen, um erste Hilfe zu leisten und gegebenenfalls lebenswichtige Maßnahmen zu ergreifen. Der sogenannte „Helfer vor Ort“ ist ein ehrenamtlicher Rotkreuzler, der örtlichen DRK-Bereitschaft, welcher für seinen Einsatz keine Entschädigung erhält und seine Freizeit für die Notfalleinsätze, aber auch für die Ausbildung zur Verfügung stellt.
Aber auch bei sportlichen Veranstaltungen, bei kulturellen Events, bei Blutspendetermine immer stehen die ehrenamtlichen Kräfte der örtlichen Bereitschaften zur Verfügung. Sollte sich also jemand verletzen, ist immer Hilfe in der Nähe!
Doch alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer müssen ständig üben, damit im Ernstfall, egal ob beim Notfallhilfeeisatz oder beim Sanitätsdienst, alles reibungslos funktionieren und ablaufen kann. Dazu werden mehrmals im Jahr sogenannte Übungstage veranstaltet. Solch einen Übungstag gab es am vergangenen Samstag, mit zahlreichen Einsatzkräften. Begonnen wurde um neun Uhr in den Unterrichtsräumen des DRK Ortsvereines in Neuthard. Zusammen mit den knapp 20 Kollegen von Bruchsal, Untergrombach, Neuthard, Helmsheim und Forst wurde den ganzen Tag fleißig geübt.
Das Thema des Tages war ein Traumatraining und hier ging es insbesondere um das sogenannte ABCDE Schema. Dieses dient den Rettungskräften am Unfallort die gesundheitliche Situation des Patienten unter verschiedenen Gesichtspunkten richtig einschätzen zu können und vor allem keinen Aspekt zu vergessen.
In mehreren kleinen Gruppen wurden dabei die Helmabnahme bei einem verunfallten Motorradfahrer, der Umgang mit einer Schaufeltrage, Spineboard und Vakuummatratze bei bestimmten Unfallsituationen und das Verbinden einer stark blutenden arteriellen Wunde, geübt.
Nach einer kleinen Pause, inklusive leckerem Essen, ging es draußen bei stürmischem Wetter weiter…
Mit mehreren Fahrzeugen wurde auf den Parkplatz bei der Altenbürghalle gefahren, um dort zu üben. Dort angekommen ging es nun darum, das zuvor in der Theorie Erlernte in die Praxis umzusetzen. Hierfür wurden verschiedene Fallbeispiele, welche in der Realität des Öfteren vorkommen nachgestellt.
Während eine Gruppe, die Rettung eines Pkw-Fahrers nach einem Verkehrsunfall übten, ging es bei dem anderen Team um einen Verletzten nach einem Sturz aus großer Höhe, mit schweren und auch inneren Verletzungen. Eine weitere Gruppe war mit der Versorgung eines verunfallten Motorradfahrers beschäftigt.
So ging der wirklich sehr interessante aber auch anstrengende Tag nach fast acht Stunden seinem Ende entgegen. Die ehrenamtlichen Helfer haben nun einiges dazugelernt oder auch einfach nur das bisherige Fachwissen aufgefrischt und praktisch geübt, um auf den Ernstfall gut vorbereitet zu sein und die richtigen Maßnahmen treffen zu können.
Ein Dank gilt Andreas Ihle und Tobias Müller, die den Ausbildungstag vorbereitet und alles organisiert haben sowie den erfahrenen DRK-Aktiven, die sich an diesem Tag mit ihrem Fachwissen und den praktischen Erfahrungen aus dem Rettungsdienstalltag zur Verfügung gestellt haben.
Sarah Buchholz, DRK Forst

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DRK Forst überregional im Einsatz

Gefahrgutunfall und Bombenentschärfung forderte auch unsere Einsatzkräfte

Die Einsatzanforderungen an die DRK Einsatzkräfte werden immer komplexer und umfangreicher. Täglich kann es der Presse entnommen werden, welche Einsatzszenarien den vielfältigen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte fordern. Schneechaos, Bombenentschärfungen, Großbrände und vieles mehr halten die Bevölkerung in Atem und stellen die Einsatzkräfte vor ungewohnte Herausforderungen, darunter auch unzählige ehrenamtliche Helfer. Gerade tagsüber wird es hierbei immer schwieriger die erforderliche Anzahl an Einsatzkräften bei kurzfristigen Gefährdungslagen bereitstellen zu können. Auch wir haben hier bereits reagiert und sind in der SEG Mitte (Bruchsal) gemeinsam mit den Sanitätsbereitschaften Bruchsal, Büchenau, Heidelsheim, Helmsheim, Untergrombach, Obergrombach, Karlsdorf, Neuthard und Hambrücken organisiert, um bei größeren Schadensereignissen das erforderliche ehrenamtliche Personal, aber auch das Equipment stellen zu können. Schwerpunktmäßig sind wir dem Modul „Betreuung“ zugeteilt.

Bereits zwei Mal waren wir in 2019 gefordert und wurden zu Einsätzen außerhalb von Forst alarmiert. Beim ersten Alarm handelte es sich um einen Gefahrgutunfall in Bruchsal, als auf einem Betriebsgelände eine unbekannte Substanz ausgetreten war und zunächst Großalarm ausgelöst wurde. Wir hatten den Einsatzauftrag die rund 70 eingesetzten Helfer mit Warmgetränken, Brezeln und belegte Brötchen zu versorgen. Hier waren wir mit insgesamt 6 Aktiven im Einsatz, um alles zu besorgen und vorzubereiten. Schnell hatte sich aber gezeigt, dass das Ausmaß nicht so groß war, wie zunächst angenommen, sodass der Einsatz relativ schnell nach 1,5 Stunden für uns wieder beendet war.
Auch bei der Bombenentschärfung in Bruchsal, über die in der Presse ja ausführlich berichtet wurde, waren wir im Einsatz. Bereits in der Nacht zum Mittwoch haben wir kurz vor Mitternacht den Einsatzbefehl und die ersten Infos über die geplante Aktion am Mittwochvormittag in Bruchsal erhalten. Mit drei Einsatzkräften und dem erforderlichen Material waren wir dann am Mittwoch früh um 06.00 Uhr am Sammelplatz vertreten, um unseren endgültigen Einsatzbefehl entgegen zu nehmen. In der TSG-Sporthalle sollten wir eine Betreuungsstation einrichten und den evakuierten Personen Warmgetränke anbieten. Mit Unterstützung anderer Bereitschaften war alles relativ schnell umgesetzt und ab 09.00 Uhr waren wir einsatzklar und hatten Tee und Kaffee vorbereitet. Durch die soziale Medien und über spezielle Schulprogramme (in dem zu evakuierenden Gebiet befand sich auch eine Schule) hatte sich jedoch schnell die Bombenentschärfung und die Evakuierung herumgesprochen, sodass die Schülerinnen und Schüler erst gar nicht vor Ort waren. Somit hielt sich auch der Ansturm sehr in Grenzen, was aber vorher nicht abgeschätzt werden kann. Vorbereitet sind wir gewesen und das ist das entscheidende. Gegen 11.30 Uhr war dann alles vorbei und wir konnten die Station wieder auflösen und den Heimweg antreten. Wieder in Forst angekommen, wurde das Material wieder versorgt und aufgeräumt, sodass gegen 12.30 Uhr Einsatzende war.

Beide Alarmierungen haben aber gezeigt, wie wichtig es ist für solche Szenarien vorbereitet zu sein und über gewisse Organisationsstrukturen zu verfügen, um schnell reagieren zu können und den Anforderungen gerecht zu werden. Dies haben wir an beiden Tagen unter Beweis stellen können und gezeigt, dass sich unsere organisatorischen Vorbereitungen, Übungen, aber auch Beschaffungen gelohnt und sinnvoll waren.

Michael Veith Bereitschaftsleiter

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