DRK Forst überregional im Einsatz


Gefahrgutunfall und Bombenentschärfung forderte auch unsere Einsatzkräfte

Die Einsatzanforderungen an die DRK Einsatzkräfte werden immer komplexer und umfangreicher. Täglich kann es der Presse entnommen werden, welche Einsatzszenarien den vielfältigen Einsatz ehrenamtlicher Kräfte fordern. Schneechaos, Bombenentschärfungen, Großbrände und vieles mehr halten die Bevölkerung in Atem und stellen die Einsatzkräfte vor ungewohnte Herausforderungen, darunter auch unzählige ehrenamtliche Helfer. Gerade tagsüber wird es hierbei immer schwieriger die erforderliche Anzahl an Einsatzkräften bei kurzfristigen Gefährdungslagen bereitstellen zu können. Auch wir haben hier bereits reagiert und sind in der SEG Mitte (Bruchsal) gemeinsam mit den Sanitätsbereitschaften Bruchsal, Büchenau, Heidelsheim, Helmsheim, Untergrombach, Obergrombach, Karlsdorf, Neuthard und Hambrücken organisiert, um bei größeren Schadensereignissen das erforderliche ehrenamtliche Personal, aber auch das Equipment stellen zu können. Schwerpunktmäßig sind wir dem Modul „Betreuung“ zugeteilt.

Bereits zwei Mal waren wir in 2019 gefordert und wurden zu Einsätzen außerhalb von Forst alarmiert. Beim ersten Alarm handelte es sich um einen Gefahrgutunfall in Bruchsal, als auf einem Betriebsgelände eine unbekannte Substanz ausgetreten war und zunächst Großalarm ausgelöst wurde. Wir hatten den Einsatzauftrag die rund 70 eingesetzten Helfer mit Warmgetränken, Brezeln und belegte Brötchen zu versorgen. Hier waren wir mit insgesamt 6 Aktiven im Einsatz, um alles zu besorgen und vorzubereiten. Schnell hatte sich aber gezeigt, dass das Ausmaß nicht so groß war, wie zunächst angenommen, sodass der Einsatz relativ schnell nach 1,5 Stunden für uns wieder beendet war.
Auch bei der Bombenentschärfung in Bruchsal, über die in der Presse ja ausführlich berichtet wurde, waren wir im Einsatz. Bereits in der Nacht zum Mittwoch haben wir kurz vor Mitternacht den Einsatzbefehl und die ersten Infos über die geplante Aktion am Mittwochvormittag in Bruchsal erhalten. Mit drei Einsatzkräften und dem erforderlichen Material waren wir dann am Mittwoch früh um 06.00 Uhr am Sammelplatz vertreten, um unseren endgültigen Einsatzbefehl entgegen zu nehmen. In der TSG-Sporthalle sollten wir eine Betreuungsstation einrichten und den evakuierten Personen Warmgetränke anbieten. Mit Unterstützung anderer Bereitschaften war alles relativ schnell umgesetzt und ab 09.00 Uhr waren wir einsatzklar und hatten Tee und Kaffee vorbereitet. Durch die soziale Medien und über spezielle Schulprogramme (in dem zu evakuierenden Gebiet befand sich auch eine Schule) hatte sich jedoch schnell die Bombenentschärfung und die Evakuierung herumgesprochen, sodass die Schülerinnen und Schüler erst gar nicht vor Ort waren. Somit hielt sich auch der Ansturm sehr in Grenzen, was aber vorher nicht abgeschätzt werden kann. Vorbereitet sind wir gewesen und das ist das entscheidende. Gegen 11.30 Uhr war dann alles vorbei und wir konnten die Station wieder auflösen und den Heimweg antreten. Wieder in Forst angekommen, wurde das Material wieder versorgt und aufgeräumt, sodass gegen 12.30 Uhr Einsatzende war.

Beide Alarmierungen haben aber gezeigt, wie wichtig es ist für solche Szenarien vorbereitet zu sein und über gewisse Organisationsstrukturen zu verfügen, um schnell reagieren zu können und den Anforderungen gerecht zu werden. Dies haben wir an beiden Tagen unter Beweis stellen können und gezeigt, dass sich unsere organisatorischen Vorbereitungen, Übungen, aber auch Beschaffungen gelohnt und sinnvoll waren.

Michael Veith Bereitschaftsleiter

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