Fünf Jahre Notfallhilfe unter dem Motto „Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“


156 Einsätze für die Notfallhilfe Forst im Jahre 2011!

Zum 01.10.2006 nahm die Notfallhilfe Forst ihren Betrieb auf und konnte somit im vergangenen Jahr bereits auf fünf einsatzstarke Jahre zurückblicken. Vor Gründung der Notfallhilfe waren uns, aufgrund der Einwohnerzahl und dem Autobahnanschluss rund 80 Einsätze pro Jahr prognostiziert worden. Doch bereits in den ersten Jahren zeigte sich sofort, dass der Bedarf größer ist und so wurden wir in unserer Entscheidung solch eine Einrichtung zu gründen, bestätigt:

2006 20 Alarmierungen (zwischen dem 01.10. und 31.12.2006)
2007 73 Alarmierungen
2008 97 Alarmierungen
2009 138 Alarmierungen
2010 143 Alarmierungen

Der Trend, der jährlichen Steigerung der Einsatzzahlen hielt auch 2011 an und so wurden wir zu insgesamt 156 Einsätzen von der Rettungsleitstelle alarmiert. Über 90 % der Einsätze konnten wir auch abdecken und waren mit mindestens einer Helferin oder Helfer vor Ort. Ein stolzes Ergebnis, wenn man berücksichtigt, dass alle Einsatzkräfte der Notfallhilfe ehrenamtlich tätig sind und ihre Freizeit für die Einsätze, aber auch für Aus- und Weiterbildung einbringen und vor allem auch, dass die Alarmierung auch mitten in der Nacht erfolgt.
Die Notfallhilfe ist ein Teil des Rettungsdienstes, allerdings auf ehrenamtlicher Basis und wird parallel zu diesem alarmiert. Sofort rücken die Notfallhilfen von zu Hause, überwiegend mit einem eigenen Einsatzfahrzeug, teilweise aber auch mit Privat-Pkw´s, aus und sind aufgrund der räumlichen Nähe vor dem Rettungsdienst am Einsatzort. Entsprechend dem Einsatzbild, das die Notfallhelfer vorfinden, beginnen sie mit den ersten erforderlichen Maßnahmen (Anamnese, Blutdruck messen, Feststellung der Sauerstoffsättigung, Sauerstoffgabe, Wundversorgung, Betreuung, Reanimation etc.) und überbrücken so das sogenannte therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Insgesamt waren unsere schnellen Helfer im abgelaufenen über 120 Stunden im Einsatz. Dazu kam auch noch ein Zubringer-Dienst für den in Forst wohnhaften leitenden Notarzt Dr. Spörri zu einem Brandeinsatz in Rheinsheim.

Die einzelnen Einsätze und Einsatzzeiten setzten sich folgendermaßen zusammen:

-49 Alarmierungen zwischen 12.00 und 18.00 Uhr;
-60 Alarmierungen zwischen 18.00 und 24.00 Uhr;
-18 Alarmierungen zwischen 24.00 und 06.00 Uhr
-29 Alarmierungen zwischen 06.00 und 12.00 Uhr und

- internistische Notfälle: 55
- chirurgische Einsätze: 26
- Verkehrsunfälle: 14; darunter ein Einsatz auf der A 5 und zwei Verkehrsunfälle mit
Zweiradfahrer im Ortsgebiet, die sich zeitgleich ereigneten
- Tragehilfe 1
- Brandeinsätze: 1 (Fehlalarm)
- Alkohol 9
- Kindernotfälle: 11
- Fehlalarmierungen: 3
- Sonstige 19 (sonst Hilfsmaßn., z.B. Pat. aus Bett gefallen, Suizid,
Wohnungsöffnung, Betreuung etc.)
- Reanimationen: 2 erfolgreich, wobei ein Patient in der Klinik verstorben ist

Diese Zahlen spiegeln einmal mehr wieder, dass sich die Notfallhilfe zu einer festen Institution in Forst entwickelt hat und große Ressonanz in der Bevölkerung genießt. Die Rückmeldungen, die wir teilweise nach Einsätzen erhalten sind durchweg positiv. Im Jahre 2011 hat sich die Notfallhilfe aus insgesamt sechs Aktiven zusammengesetzt, die sich ausbildungsmäßig zusätzlich zu den sonstigen Dienstabenden der Bereitschaft einmal monatlich zu speziellen Ausbildungsabenden getroffen hat. Insgesamt hatten wir sieben Dienstabende, u. a. mit Besuchen von interessanten Vorträgen des Arbeitskreises „Notfallmedizin“ am städt. Klinikum in Karlsruhe. Aber auch eine Weiterbildung gemeinsam mit dem DRK Hambrücken zum Thema „Larynxtubus“ stand auf dem Programm. Der Larynxtubus kommt bei der Reanimation zum Einsatz und erleichtert dem Helfer das Beatmen der zu reanimierenden Person wesentlich.

Alarmiert werden wir weiterhin über unsere Piepser und/oder Handy und haben nach wie vor keinen speziellen Alarmierungsplan, d.h. jeder rückt aus, dem es gerade möglich ist. Dies hat auch 2011 wieder gewährleistet, dass wir mit einigen Ausnahmen –trotz der hohen Anzahl der Alarmierungen- fast alle Einsätze abdecken konnten.
Zu erwähnen ist hierbei nochmals, dass wir für die Einrichtung der Notfallhilfe keinerlei finanzielle Unterstützung oder Entschädigung erhalten, d.h. unsere Notfallhelfer stellen ehrenamtlich ihre Freizeit für die Ausbildung und Einsätze zur Verfügung; die Ausrüstung und Ausstattung finanziert der Verein über Spenden und sonstige erwirtschaftete Mittel.

Unser Dank gilt:
- allen Notfallhelferinnen und –helfern
- ganz besonders auch deren Familien, denn eine stete Einsatzbereitschaft erfordert auch hier eine
große Bereitschaft und Unterstützung und so manchen Verzicht in der Freizeit.
- allen Spendern, die uns bisher mit einer Spende bedacht haben
- Bürgermeister Gsell für seine Unterstützung

Wir hoffen, dass alles so weiter läuft, damit wir auch künftig unserem Leitspruch gerecht werden können: „Unsere Freizeit für ihre Sicherheit“.
Deshalb sind wir auch weiterhin auf freiwillige Spenden angewiesen, unterstützen Sie uns! Ihre Spende ist auf dem DRK Konto bei der Volksbank Bruhrain Kraich-Hardt eG, Konto-Nr. 132 18, BLZ 663 916 00 unter dem Stichwort „Notfallhilfe“ jederzeit willkommen. Sie helfen uns damit auch Ihnen morgen noch helfen zu können.

Ihr DRK Ortsverein Forst

Kommentare geschlossen